Am Sonntag, dem 17. Mai 2026, besuchte Apostel Sargant die Gemeinde Pfaffenhofen und diente mit einem Bibelwort über die Wirksamkeit des Heiligen Geistes. Neben der Predigt über die Kraft der christlichen Zeugenschaft bildeten die heilige Versiegelung eines Kindes sowie die Ordination einer Priesterin die besonderen Höhepunkte dieses Gottesdienstes.
Die Predigt basierte auf dem Bibelwort aus Apostelgeschichte 1, Vers 8: „Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“.
Im Zentrum stand die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, die als Gnadengeschenk Gottes beschrieben wurde. Apostel Sargant betonte, dass diese „Kraft aus der Höhe“ Veränderung schafft: So wie die einst ängstlichen Jünger durch den Geist mutig wurden, um das Evangelium zu verkünden, so seien auch heute alle Gläubigen gerufen, Zeugen Christi in ihrem Alltag zu sein. Es wurde dazu aufgerufen, den Glauben nicht zu verstecken, sondern aktiv zu bekennen, auch wenn dies Mut erfordere. Besonders hervorgehoben wurde, dass Gottes Kraft gerade in der Schwachheit des Menschen mächtig ist.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde das Wort durch zusätzliche Beiträge ergänzt. Sowohl Evangelist Lukas als auch Priester Schulz vertieften die Gedanken zur Wirksamkeit des Heiligen Geistes und zur praktischen Zeugenschaft im täglichen Leben.
Ein besonderer Höhepunkt war die heilige Versiegelung des Kindes Reiner. In der Ansprache wurde erläutert, dass es in der Neuapostolischen Kirche keine Einzelpatenschaften gibt, sondern die gesamte Gemeinde als Pate fungiert, um das Kind im Glauben zu unterstützen. Die Eltern legten vor Gott und der Gemeinde das Versprechen ab, ihr Kind im neuapostolischen Glauben zu erziehen. Durch Handauflegung empfing das Kind die Gabe des Heiligen Geistes und wurde als „Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“ für den Tag der Wiederkunft Christi versiegelt.
Nach der feierlichen Gemeinschaft im heiligen Abendmahl bildete die Amtseinsetzung von Isi Franke zur Priesterin für die Gemeinde Pfaffenhofen den Abschluss der besonderen Handlungen. Es wurde betont, dass der Ruf in ein Amt von Gott ausgeht und unabhängig von äußeren Faktoren wie dem Geschlecht ist. Nach ihrer Bereitschaftserklärung, den Dienst im Geist Jesu Christi und in Einheit mit dem Apostolat auszuüben, empfing sie durch die Ordination Segen, Heiligung und Vollmacht. Damit verbunden ist unter anderem die Vollmacht zur Durchführung der heiligen Wassertaufe, des Heiligen Abendmahls und zur Verkündigung der Sündenvergebung im Auftrag des Apostels. Sie wurde dazu ermutigt, eine „Gehilfin zur Freude“ für die Gemeinde zu sein.
Der Gottesdienst wurde mit Gebet und Segen beendet.