Am 20. Mai 2026 durfte die Gemeinde Neustadt Bischof Paul Hepp zum Gottesdienst willkommen heißen.
Das zugrunde liegende Bibelwort aus Jesaja 65,18 lautete: „Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe.“
In seiner Predigt lenkte Bischof Hepp den Blick auf die verheißene Zukunft bei Gott – eine Zukunft, die schon heute Hoffnung und Vorfreude in uns weckt. Er machte deutlich, dass christliches Dienen nicht allein aus Pflichtbewusstsein geschieht, sondern aus einer inneren Erwartung heraus: der Freude auf das, was Gott noch bereitet. Aus dieser Vorfreude erwächst Dankbarkeit – für Gottes heutiges Wirken und für die Gewissheit seines Heils.
Ein besonderer Gedanke der Predigt war die Nähe zu Gott, die einst vollkommen sein wird. Bischof Hepp beschrieb die kommende Gemeinschaft mit Gott als eine Wirklichkeit, die unsere heutigen Vorstellungen übersteigt. Dann werden keine Fragen offenbleiben, weil wir Gott in einer bisher unvorstellbaren Weise nahe sein werden – frei von den Begrenzungen des irdischen Lebens, losgelöst von Leib, Geschlecht und allem, was unser heutiges Dasein einschränkt.
In einem weiteren Predigtbeitrag diente auch Priester Prehm aus Regensburg. Er griff den Gedanken der freudigen Erwartung auf und unterstrich, wie sehr die Hoffnung auf Gottes Zukunft das Glaubensleben schon heute prägen und stärken kann.
Der Gottesdienst machte deutlich: Die Verheißung Gottes ist keine ferne Theorie, sondern eine lebendige Hoffnung, die unser Denken, Dienen und Glauben mit Freude erfüllt. So wurde Jesaja 65,18 für die Gemeinde zu einer kraftvollen Einladung, den Blick auf das zu richten, was Gott schafft – heute und in Ewigkeit.