Das Frauenhaus Regensburg erhielt am 3. Advent nach dem Gottesdienst eine Spende von human aktiv und die alljährliche Weihnachtsfeier der Gemeinde fand statt
Der Vorsteher der Gemeinde Regensburg, Bezirksevangelist Olaf Svenson, führte den Gottesdienst durch, als Gast war zugegen eine Mitarbeiterin des Frauenhauses Regensburg, die Sozialpädagogin Ingeborg Heindl. Sie stellte die Aufgaben und Leistungen des Trägervereins „frauen helfen frauen“ vor, nachdem dieser vom Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland human aktiv eine Spende von 6000 Euro erhalten hatte. Für viele Frauen ist das eigene Zuhause ein gefährlicher Ort, so Frau Heindl, sie werden von ihrem Partner herabgewürdigt, erleiden körperliche und psychische Gewalt. Die Übergriffe steigern sich in einer Gewaltspirale, werden immer heftiger. Durch das Fernhalten von sozialen Kontakten (Freunde, Handykontrolle!) leben betroffene Frauen (und ihre Kinder!) auf einem stetigen Stresslevel, bekommen Depressionen und sehr oft posttraumatische Belastungsstörungen. Die Zahl der weiblichen Opfer von Gewalt des Partners lag laut Bundeskriminalamt 2023 bei 132.966, Tendenz in 2024 steigend! Jeden Tag erleidet statistisch eine Frau den sog. Femizid, d.h. sie wird von ihrem Partner ermordet! Dieses schlimme Problem zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten! Staatlicher Schutz bleibt oft aus, da in Deutschland 14.000 Plätze für misshandelte Frauen fehlen. Das Frauenhaus Regensburg soll Schutz und Sicherheit bieten, Hilfestellung zur Existenzsicherung und Jobcenterleistungen. Es ist eine Nonprofit-Organisation, der Verein erhält staatliche und städtische Zuschüsse und ist auf Spenden angewiesen. In Regensburg waren notwendige Renovierungsarbeiten erfolgt und die Spende von human aktiv war für den Kauf von Mobiliar sehr willkommen. Bezirksevangelist Svenson überreichte einen symbolischen Scheck und sprach Respekt für die Arbeit des Vereins aus. Frau Heindl bedankte sich mit herzlichen Worten bei den sehr beindruckten Gottesdienstbesuchern.
Am Nachmittag fand zusammen mit der Nachbargemeinde Pielmühle die traditionelle Weihnachtsfeier statt, mit Beiträgen vom Chor, vom Orchester, von den Kindern und natürlich mit allerlei guten leiblichen Genüssen! Auch viele alte und kranke Geschwister, die nicht mehr am Gemeindeleben teilnehmen können, waren nicht vergessen: Die Jugend hatte Grüße mit kleinen Geschenken hergerichtet; es fanden sich Helfer, die das dann persönlich überbringen werden. Ein erfüllter und seliger Sonntag!